Träger der Jugendhilfe benötigen eine eigene digitale Strategie

„Damit Kinder und Jugendliche Medienkompetenz aufbauen können, um sich in unserer mediatisierten Welt selbstbestimmt, angemessen und erfolgreich zu bewegen sind medienpädagogisch vorgebildete Fachkräfte erforderlich. Die Förderung von Medienkompetenz fokussiert dabei nicht auf die (technische) Nutzung und Handhabung von unterschiedlichen (digitalen) Medien…

Damit Kinder und Jugendlichen ihre Medienkompetenzen systematisch aufbauen können, sollte Medienbildung zum Querschnittsthema der Kinder- und Jugendhilfe werden. Die Chancen der digitalen Welt für das Lernen und die Entwicklung von Medienkompetenzen müssen konsequent nutzbar gemacht werden. Für die Ausbildungsstätten heißt das, alle künftigen Curricular sollten digitale Aspekte fachlicher Kompetenzen verbindlich machen…

Der digitale Wandel verändert die Praxis, die Fortbildung, die Leitung von sozialen Einrichtungen, Ämtern und Verbänden der Jugendhilfe tiefgreifend, auch wenn diese sich als Einzelne dem Medienwandel nicht offensiv stellen und eher abwartende Strategien verfolgen. Die Mediatisierung verändert Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe auf allen Ebenen. Es ist notwendig, dass sich z.B. Träger in die Auseinandersetzung um eine eigene digitale Strategie begeben, um zukünftig handlungsfähig zu bleiben.“

Dr. Marion Brüggemann, Diplom-Pädagogin und Wissenschaftlerin am Institut für Informationsmanagement Bremen, dokumentiert in ihrem Fachbeitrag einen Workshop zu den Konsequenzen der Mediatisierung für das (medien-)pädagogische Handeln von Fachkräften im Rahmen der Fachtagung „Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe“.

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