Fachklinik Release – Adaption:
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Ihre Behandlung zur Adaption in der Fachklinik Release
Behandlungsansatz
Das „Rahmenkonzept für die Adaptionsphase“ der Rentenversicherungsträger und Krankenkassen ist Grundlage für die Ausgestaltung und Zielsetzung der Behandlung. Das therapeutische Angebot orientiert sich am individuellen Entwicklungsstand der PatientInnen. Zur Anwendung kommen Elemente der Gesprächspsychotherapie, des Psychodramas und analytischer Behandlungsverfahren.
Behandlungsangebote
Das Behandlungsangebot umfasst Einzel- und Gruppengespräche. Außerdem finden ressourcenorientierte Trainingsgruppen, Beschäftigungstherapie sowie Anleitung zur aktiven Freizeitgestaltung statt.
Berufliche Teilhabe
Die Vorbereitung und Reflexion der Teilhabe am Arbeitsleben sind Bausteine der Adaptionsbehandlung. Als Basis für die berufliche Reintegrationsarbeit wird eine Berufsanamnese erhoben sowie eine Bewerbungsmappe erstellt. In der Einrichtung wird ein Bewerbungstraining durchgeführt. In enger Kooperation mit dem Berufsförderwerk Hamm können Rehabilitand:innen an einem 4-tägigen beruflichen Assessment teilnehmen. Sie erhalten anschließend eine umfangreiche Dokumentation der Ergebnisse. Zur Berufsorientierung werden externe Arbeits- und Belastungserprobungen (Praktika) in Betrieben absolviert, um die Belastungsfähigkeit und die Schlüsselfertigkeiten der PatientInnen zu überprüfen und zu verbessern. Es finden Kooperationen mit Leistungsträgern der beruflichen Integration (z.B. Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, Arbeitsvermittlungsstellen, (außer-)betrieblichen Berufsausbildungsstätten, Schulen/Fachschulen und den zuständigen BeraterInnen der Rentenversicherungsträgern statt.
Soziale Teilhabe / Freizeitgestaltung
Im Rahmen der Sozialberatung werden die PatientInnen bei rechtlichen und finanziellen Fragen sowie bei Behördengängen, Gerichtsterminen, Schuldenregulierung und Auszugsformalitäten (Wohnungsanmietung etc.) unterstützt. Bei speziellen Problemstellungen wird der Kontakt zu örtlich zuständigen Hilfesystemen hergestellt.
Die Heranführung an das gesellschaftliche Leben und der Aufbau tragfähiger Sozialkontakte ist die konzeptionelle Basis der Arbeit. Zur Verselbstständigung und Verbesserung der sozialen Fähigkeiten unterstützen wir die PatientInnen bei der Initiierung, Planung und Durchführung von Freizeitangeboten. Das Ziel ist die Sensibilisierung und nachhaltige Verankerung der Thematik Freizeitgestaltung und soziale Kontakte zu erreichen.
Stabilisierung der Abstinenz/ Rückfallprophylaxe
Die Erhaltung und Stabilisierung der abstinenten Lebensweise ist ein primäres Behandlungsziel. Im Rahmen der Einzel- und Gruppentherapie werden die individuellen Schwerpunkte der Rückfallprophylaxe erarbeitet und ein Notfallplan für Krisensituationen entwickelt. Zur Festigung der Abstinenzmotivation wird ein Rückfallpräventions-Training angeboten.
Kardinalregeln
Grundsätzlich gilt in der Entwöhnungsbehandlung Abstinenz von Suchtmitteln. Alkoholkontrollen und Drogenscreenings sind für die Patient:innen verpflichtend.
In allen Gebäuden gilt ein striktes Rauchverbot. Im Außenbereich steht ein Raucherbereich zur Verfügung.
Die Androhung und Ausübung von Gewalt führen zur sofortigen Entlassung aus der Einrichtung.
Finanzregelung
Zur Sicherung der existenziellen wirtschaftlichen Grundlage und einer selbstverantwortlichen Lebensweise entwickeln wir gemeinsam mit den PatientInnen eine individuelle Finanzplanung. Innerhalb der Adaptionsbehandlung verfügen die PatientInnen über ein eigenes Girokonto, über das der Lebensunterhalt ausgezahlt wird.
Ausgangsregelung
Generell ist der Ausgang bis 01:00 Uhr morgens möglich. Ausgangsverlängerungen und Übernachtungen außerhalb der Einrichtung können nach Planung gemeinsam mit den BezugstherapeutInnen durchgeführt werden.
Besuchsregelung
In der Freizeit können die PatientInnen täglich Besuch empfangen. Es besteht die Möglichkeit, Partner und Kinder, Angehörige und Freunde nach Absprache im Haus übernachten zu lassen.
Arbeit im Verbund
Innerhalb des Verbundsystems (Netzwerk Suchthilfe gGmbH und Arbeitskreis für Jugendhilfe e.V.) besteht eine Kooperation mit den ambulanten und stationären Einrichtungen. In Kooperation mit der Fachklinik Release (Entwöhnung) wird die Gesamtbehandlung (Entwöhnung und Adaption) individuell abgestimmt.
Kooperation mit Institutionen
Es besteht eine Vernetzung mit den vor Ort angesiedelten Fachdiensten ( psychosoziale Versorgungshilfesysteme, der Agentur für Arbeit, dem JobCenter Hamm AöR, usw.).
Trägerübergreifend arbeiten wir mit unterschiedlichen Suchthilfeeinrichtungen in NRW zusammen. Die Fachklinik Release ist Mitglied im Bundesverband Suchthilfe e.V..
Last – but not least
Die Behandlung in der Fachklinik Release ist nach § 35 des Betäubungsmittelgesetzes (BtmG) anerkannt. Die Fachklinik Release wird auch von der Deutschen Rentenversicherung Bund belegt. Es besteht ein Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V.
